Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Hauskatze oder Freigänger - Unterschiede bei der Katzenhaltung

Hauskatze oder Freigänger - Unterschiede bei der Katzenhaltung

Bei der Entscheidung für eine Katze steht grundsätzlich die Frage im Raum, ob sie nach draußen darf. Auf der einen Seite steht das schlechte Gewissen, die kleinen Raubtiere einzusperren. Andererseits lauern im Freien viele Gefahren, vor allem für junge, unerfahrene Katzen. Ein Stubentiger, der die Welt draußen bereits kennengelernt hat, ist sehr schwer wieder an das Leben in der Wohnung zu gewöhnen. Deshalb sollte dieser Schritt gut überlegt sein, im Sinne von Halter und Katze.

Freilauf für die Katze – Born to be Wild

Bevor der Katze der Freigang erlaubt wird, sollte sie sich mindestens einen bis zwei Monate an ihr neues Zuhause gewöhnt haben. Das Haus oder die Wohnung sollte als sicherer Rückzugsort gefestigt sein. So wird sich die Katze nicht zu weit entfernen oder gar flüchten und kann im besten Fall sogar nach Hause gerufen werden.

Auch wenn Katzen von Natur aus draußen beheimatet sind, lauern vor allem in der Stadt einige Gefahren. Nicht nur um ungewolltem Nachwuchs vorzubeugen, muss eine freilaufende Katze oder Kater unbedingt kastriert werden. Kastrierte Katzen sind weniger aggressiv und gehen blutigen Revierkämpfen mit Artgenossen eher aus dem Weg. Neben der Kastration ist es natürlich die Pflicht jedes Katzenhalters, die Mieze regelmäßig impfen zu lassen, um gefährlichen Krankheiten vorzubeugen. Gerade im Frühling und Sommer sollten Sie Ihre Freigängerkatze außerdem, am besten täglich, auf Zecken und Flöhe überprüfen.

Eine Katze mit Freigang hat in unseren Gefilden normalerweise keine Fressfeinde. Dafür stellt die Umwelt mit kleinen Nagern und Vogelnestern ein wahres Schlaraffenland für Katzen dar. Bei der Fütterung der Freigänger sollte also darauf geachtet werden, ob sich die Mieze nicht schon draußen satt frisst.

Wohnungs- oder Hauskatze – Das sichere Heim

Die sichere Variante ist die Katzenhaltung im Haus oder in der Wohnung. Jedoch ist es mit dem Einsperren nicht getan, denn das Zuhause sollte dem Kätzchen einiges bieten können.

Zuallererst muss der Wohnraum katzensicher sein. Es sollten also keine giftigen Pflanzen, Medikamente oder Chemikalien wie Reinigungsmittel offen herumstehen. Leicht verschluckbare Gegenstände oder Stromkabel sind eine weitere Gefahrenquelle. Lassen Sie außerdem nie Ihre Fenster gekippt, wenn sie nicht zuhause sind.   

Als Ausgleich für die fehlende Bewegung im Freien müssen Wohnungskatzen mehr beschäftigt werden. Der Wohnraum sollte ausreichend Platz zum Toben bieten. Ein Kratzbaum und Katzenspielzeug sorgen dafür, dass der Spieltrieb nicht an den Möbeln ausgelassen wird. Ausreichend Bewegung beugt auch Übergewicht vor, das bei der Katzenhaltung in der Wohnung häufig zum Problem wird.

Während die Einzelhaltung beim Freigänger oft in Ordnung ist, sollten Wohnungskatzen definitiv nicht alleine gehalten werden. Gerade bei jungen Katzen ist der Mensch kein Ersatz für den Kontakt mit Artgenossen. Einzelhaltung ohne Freigang führt oft zu Frust, Aggression oder Depression bei der Hauskatze. Der Mehraufwand bei einer zweiten Katze hingegen ist minimal und sorgt eher für Entlastung.

Freilauf oder Wohnungshaltung?

Die Entscheidung für die richtige Katzenhaltung fällt also nicht leicht. Autos, Hunde oder Giftköder sind gerade in belebten und viel befahrenen Stadtteilen eine große Sorge bei der Katzenhaltung mit Freigang. Hier sollte man abwägen, ob der Bereich rund um das Heim eine zu große Gefahr darstellt. Immerhin will man den Samtpfoten den Freilauf gönnen und nicht permanent in Angst leben. Viele Katzenhalter nehmen das Risiko in Kauf, um ihrer Katze ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Katzen, die nicht an den Freilauf gewöhnt sind und einen Artgenossen haben, können im Haus oder in der Wohnung jedoch genauso glücklich werden. Ein Kompromiss zur reinen Wohnungshaltung kann zum Beispiel auch ein gesicherter Balkon, eine geschlossene Terrasse oder Garten sowie das Gassi gehen an der Leine sein. 

Empfohlene Produkte