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Hufpflege - Gesunde Pferdehufe leicht gemacht

Hufpflege - Gesunde Pferdehufe leicht gemacht

Zwischen Pferdeliebhabern herrschen schiere Glaubenskriege, wenn es um die Hufpflege geht. Auf der einen Seite die Verfechter des Hufeisens und auf der anderen die Vertreter des Barhufes. Beide Lager haben ihre Berechtigung, da der Hufbeschlag speziell bei hohen Belastungen des Pferdes, wie im Renn- und Springsport, nicht wegzudenken ist. Auch bei einer Fehlstellung der Hufe sind Hufeisen sinnvoll, um diese auszugleichen. Ist ein Pferd jedoch nur geringen Belastungen ausgesetzt und muss nur selten auf hartem Boden laufen, sind Hufeisen nicht notwendig.

Schutz vor Krankheiten

Aber ob nun Barhufer oder beschlagenes Pferd, die Hufpflege ist in beiden Fällen unumgänglich und integraler Bestandteil der Pflege eines Pferdes. Der Huf trägt das Gewicht des Pferdes und dämpft Stöße. Er ist somit der entscheidende Teil im gesamten Bewegungsapparat des Pferdes. Gute und regelmäßige Hufpflege ist neben einem sauberen Stall zudem eine Grundvoraussetzung, um Krankheiten wie Strahlfäule vorzubeugen.

Hufpflege individuell abstimmen

Welche Form der Hufpflege in welcher Regelmäßigkeit notwendig ist, hängt stark davon ab, auf welchem Untergrund sich das Pferd bewegt. Auch die Fesselstellung, das Futter und andere individuelle Faktoren können Auswirkungen auf die Pflegebedürftigkeit der Hufe haben. Die Kontrolle und Reinigung der Hufe sollte ein tägliches Ritual sein, um Fremdkörper oder Steinchen, die sich angesammelt haben, zu entfernen. Doch ob und wie häufig die Hufe zum Beispiel geschnitten oder geraspelt werden sollten, kann sich von Pferd zu Pferd stark unterscheiden.

Hufpflege bei beschlagenen Pferden

Bei beschlagenen Pferden ist die Kontrolle bzw. das Neubeschlagen durch einen Schmied oder Hufpfleger etwa alle sechs Wochen zu empfehlen. Denn der Huf wächst in dieser Zeit einige Millimeter und kann so, auch wenn die Eisen noch gut sind, Schmerzen beim Tier verursachen.

Hufpflege von Barhufern

Während sich bei einigen Barhufern das überschüssige Horn unter Umständen ganz natürlich von selbst löst und eine Kontrolle alle paar Monate vollkommen ausreicht, müssen andere deutlich häufiger überprüft und behandelt werden.

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer, die professionelle Einschätzung von Tierarzt, Hufschmied oder Hufpfleger einzuholen und auch das Hufraspeln einem Profi zu überlassen, um eine Fehlbelastung zu vermeiden.

Einfluss der Jahreszeiten

Auch die Jahreszeit nimmt Einfluss darauf, worauf bei der Hufpflege zu achten ist. In der kalten und nassen Jahreszeit neigen die Hufe dazu, viel Feuchtigkeit aufzunehmen, im Sommer hingegen trocknen die Hufe aus und sollten mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgt werden. Spezielle Huffette und Huföle können im Winter das Eindringen zusätzlicher Feuchtigkeit verhindern. In der trockenen und warmen Jahreszeit können sie zuvor aufgenommene Feuchtigkeit im Huf einschließen und den Huf vor einem zu schnellen Austrocknen schützen. Dazu sollten die Hufe vorher allerdings lange im Wasser stehen. Auch zusätzliche Huflotionen und Hufbalsam können die Hufpflege unterstützen und zum Beispiel vor Pilz- oder Bakterienbefall schützen.

Das Wichtigste – sowohl für Barhufer als auch beschlagene Pferde – ist aber ausreichend Bewegung und ein sauberer Untergrund, sodass die Hufe gut durchblutet und gesund bleiben.

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